Lembecksburg bei Borgsum auf Föhr



An alle Ritterfans, die Insel Föhr beherbergt auch eine Burg. Aber nicht wie Sie vielleicht denken, so ein mittelalterliches Gebäude mit dicken Mauern, hohen Zinnen und Burgfräulein, nein, Ritterburgen an der Küste sahen anders aus. Vermutlich stammte die Lembecksburg bei Borgsum aus dem 9. oder 10. Jahrhundert. Die kreisförmige Ringanlage ist ein mächtiger Erdwall mit ca. 8 – 10 m Höhe und einem Durchmesser von ca. 100 m. Der Sinn und Zweck dieses Erdwalls ist nicht genau bekannt. Möglicherweise diente früher die Lembecksburg als Fluchtburg der einheimischen Inselbevölkerung vor räuberischen Wikingern, die im 9. und 10. Jahrhundert plündern durch die Region zogen. Auf jeden Fall wurden bei archäologischen Ausgrabungen innerhalb der Lembecksburg Reste von Häusern und Teile eines befestigten Weges gefunden.

Der Name „Lembecksburg“ leitet sich ab von dem Ritter Klaus Lembeck. Dieser Ritter hatte im 14. Jahrhundert die Insel Föhr als „Lehen“ vom dänischen König, zusammen mit Föhr und Amrum. Aus historischen Aufzeichnungen ist bekannt, dass Klaus Lembeck ein tyrannischer Herrscher war und seine Untertanen quälte. Aus diesem Grund geriet er mit dem dänischen König in Streit, der ein Armee für die Inhaftierung von Klaus Lembeck auf die Insel Föhr entsandte. Und genau in dieser Wallanlage verschanzt sich der Ritter Lembeck nebst Getreuen und widersetzte sich in einer blutigen Schlacht der Armee des Königs. Doch Klaus Lembeck konnte diesen Kampf nicht gewinnen. So schlich sich der unedle Ritter während der Belagerung eines Nachts davon und verschwand ohne eine Spur zu hinterlassen.
Heute ist das Gelände innerhalb des Burgwalls ein idealer Platz um mit der Familie zu picknicken, den Wolken am Himmel zuzusehen oder einen Drachen steigen zu lassen. Oder gönnen Sie sich für den kleinen Hunger im schnuckeligen Imbiss schräg gegenüber eine heiße Wurst.

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