Pricken



Pricken sind dünne Reisigbündel, meist aus Birkenbüschen, Birkenbäume, die ins Watt gerammt werden und für die Schifffahrt das Fahrwasser markieren. Die Pricken müssen aufgrund des enormen Wechselspiels von Ebbe, Flut und Strömung ständig neu entlang dem Priel gesetzt werden, da sonst Schiffe auf eine Sandbank auffahren und es so zu im schlimmsten Fall zu Seenotunfällen kommen kann. Pricken werden auch als Orientierung bei großen Wattwanderungen eingesetzt, um beim Wattwandern die Orientierung durch den Nationalpark Wattenmeer entlang der Küste Föhr sowie zu den umliegenden Inseln Amrum, Sylt und den Halligen zu erleichtern.

Pricken auf Föhr

Sicherheitshinweise für Wattwanderungen



Niemals bei Nebel ins Watt gehen. Bei aufziehendem Gewitter oder Seenebelbänken das Watt sofort verlassen.

Einen Markierungspunkt auf dem Festland merken. Wenn vorhanden nur auf markierten Wegen (Prickenweg) laufen.

Muschelbänke sind für nackte Füße eine starke Verletzungsgefahr. Als Schuhe sind alte Turnschuhe zu empfehlen. Gummistiefel sind nicht geeignet, da diese mit Wasser voll laufen können.

Bei auflaufendem Wasser die Nähe der Priele (Starke Strömung!) meiden. Auch geübte Schwimmer sollten auf keinen Fall versuchen, einen Priel zu durchschwimmen.

Geraten Sie bei auflaufendem Wasser in Gefahr, begeben Sie sich unverzüglich auf die Plattform einer Rettungsbake. Dort sind Sie in Sicherheit. Machen Sie sich bemerkbar durch die dort befindlichen Signalmittel und warten Sie auf die Rettungskräfte

Bei den entsprechenden Signalen an den Rettungsstationen ist das Watt sofort zu verlassen.

Aushänge und Informationen zu Wattwanderungen am Strand beachten.

Geeignete Kleidung tragen. Bei Wattwanderungen sollte man davon ausgehen, dass auch mal ein hüfthoher Priel zu durchqueren ist. Man wird also naß! Die Kleidung sollte hierauf abgestimmt sein. Ggf. Wechselkleidung (insbesondere bei längeren Wattwanderungen) mitnehmen.

Wattwanderzeiten beachten. Diese können den Gezeitenkalendern entnommen werden bzw. werden von den Gemeinden oder Rettungsstationen bekannt gegeben.

Bei starkem Wind verlieren die Wattwanderzeiten ihre Gültigkeit! Das Wasser läuft häufig nicht so weit ab und schneller wieder auf. In diesen Fällen auf die Wattwanderung verzichten!

Bereits nur 1 Stunde nach Niedrigwasser werden große Teile des Wattenmeeres von der Flut überspült. Lebensgefahr!!!

Wattwanderungen werden auf eigene Gefahr unternommen. Trotz Kurtaxe u. ä. wird niemand für Fehler haften, die man selbst begeht!

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