Inselkarte für Ihre bessere Orientierung auf der friesischen Nordseeinsel Föhr - "Friesische Karibik"
Föhr, Insel Föhr im friesischen Wattenmeer
Die Nordseeinsel Föhr liegt im friesischen Wattenmeer vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Föhr gehört zum Kreis Nordfriesland.
Der Name der Insel Föhr kommt aus dem Friesischen. „Feer“ heißt so viel wie Föhr. Der Ursprung des Namens ist nicht vollständig geklärt. Der Namensursprung leitet sich wahrscheinlich aus der Blütezeit des Walfangs ab.
Lage der Insel Föhr im schleswig-holsteinischen Wattenmeer
Die Insel Föhr liegt vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste im Wattenmeer, östlich hinter der Nordseeinsel Amrum und Südöstlich von der Nordseeinsel Sylt und nördlich der Halligen. Föhr wird unter Inselfreunden auch die „grüne Insel“ – Perle an der Nordseeküste – genannt. Die Insel ist flächenmäßig die größte Nordseeinsel mit einer eigenen Stadt, Wyk auf Föhr. Föhr hat die höchste Bevölkerungszahl unter allen Inseln der Nordseeküste und wird in der Hochsaison nur noch von der Insel Sylt übertroffen.
Den Namen „die grüne Insel“ hat Föhr durch seine gegenüber der Nordsee geschützte Lage hinter der Insel Amrum und Sylt. In den Marschgebieten der Insel Föhr entwickelt sich eine üppige Vegetation. Viele Marschwiesen werden landwirtschaftlich als Weideflächen für das Vieh und für Pferde genutzt. Bei Ihrem Urlaub auf Föhr werden Sie viel glückliche Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen antreffen.
Föhr, große Nordseeinsel, sogar mit einer eigenen Stadt: Wyk auf Föhr
Föhr ist in der Ost-West-Richtung ca. 12 km lang und in der Nord-Süd-Richtung ca. 6,8 km breit und hat eine Fläche von ca. 83 km². Im Norden der Insel findet sich überwiegend Marschland und im Süden der Insel findet sich die höher gelegene Geest. Die Geestfläche macht ca. 25 % der Inselfläche aus. Im Geestbereich findet sich zwischen Nieblum und Midlum auch die höchste Stelle der Insel (13 m über NN). In der Geestzone liegen auch die meisten Inseldörfer.
Auf dem Marschflächen liegen die meisten landwirtschaftlichen Betriebe, viele Betriebe sind Aussiedlerhöfe. Bei vielen Bauerhöfen auf Föhr können Sie die selbst erzeugten Produkte direkt vor Ort propieren und kaufen. Wenn Sie es wollen können Sie in einer der vielen Ferienwohnungen und Ferienhäuser "hautnah" Urlaub auf dem Bauernhof, Insel Föhr erleben und genießen.
Bis zur großen Sturmflut um 1362 war Föhr keine Nordseeinsel, sondern über verschiedene Sandwälle mit der Nordseeküste verbunden.
Föhr ist eine beleibte Urlaubsinsel, insbesondere Familien lieben diese geschützte Insel und die heilsame Nordseeluft. Aus diesem Grund finden sich auf der Insel viele Kureinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Föhr ist auf die Behandlung von Erkrankungen der Atemwege spezialisiert und genießt einen überregionalen, guten Ruf. Auf der Insel gibt es auch ein Bundeswehrkrankenhaus.
Föhr erreicht der Besucher/Urlauber über den Fährhafen Wyk oder über den kleinen Inselflughafen (Flugplatz Wyk/Föhr).
Am Südstrand der Insel liegt ein ca. 15 km langer Sandstrand, der als „Südstrand“ bis zur Westküste der Insel reicht.
Im Norden und nordwestlich der Insel befindet sich die „Schutzzone I“ des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, in dem pro Jahr ein paar Millionen Seevögel brüten oder auf Ihren Vogelwanderungen rasten. Die Beobachtung dieser bunten Vogelwelt ist nicht nur für den Vogelexperten eine wahre Freunde sondern ein touristisches Erlebnis für die ganze Familie. Nicht nur während der touristischen Hauptsaison gibt es zahlreiche Informationsangebote von der biologischen Station Wattenmeer für Interessenten und Urlauber, die Ihnen leicht verständlich die einzigartige Vogelwelt auf der Insel Föhr näher bringt.
Wyk auf Föhr – Inselstadt und sechszehn Inseldörfer
Die Insel Föhr gehört zum Kreis Nordfriesland und hat ca. 10.000 Einwohner. Der größte Teil der Inselbewohner wohnt in der einzigen Stadt der Insel: Wyk auf Föhr. Im Sommer während der Hochsaison beherbergt die grüne Insel weit über 100.000 Urlauber. Neben der Stadt Wyk auf Föhr, das auch ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad ist, gibt es sechszehn Inseldörfer auf elf Gemeinden,
- Alkersum („Aalkersem)
- Borgsum („Borigsem“)
- Dunsum („Dunsem“) mit Klein- und Groß-Dunsum
- Midlum („Madlem“)
- Nieblum („Njiblem“), auch ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad, mit Ortsteil Goting („Goating“)
- Oevenum („Ööwnem“)
- Oldsum („Olersem“) mit Ortsteil Toftum („Toftem“) und Kleintum („Klautem“)
- Süderende („Söleraanj“)
- Nordseebad Utersum („Ödersem“) mit dem Ortsteil Hedehusum („Hedehüsem“)
- Witsum („Wilisem“)
- Wrixum („Wraksem“)
Geschichte der Insel Föhr – Föhr war nicht immer eine Nordseeinsel!
Die ersten Siedlungsfunde auf der Insel Föhr lassen sich auf das 7. Jahrhundert zurück verfolgen. Zahlreiche Steingräber zeugen aufgrund der erhöhten Geestflächen auf der Insel Föhr von einer für die damalige Zeit dichten Besiedlung. So gibt es zahlreiche archäologische Funde in Friesengräbern und Wikingergräber, die von einem weitreichen und intensiven Handel (mit Schmuck, Keramik, Waffen etc.) zeugen.
Auf der Insel Föhr sind aus der Wikingerzeit einige „Kreiswälle“ zu finden. In Kreiswälle befanden sich Siedlungen, die so gegenüber Angriffe von außen und als Schutz gegen das raue Wetter dienten. Der bekannteste Kreiswall ist die sogenannte „Lembecksburg“. Föhr war lange Zeit im Besitz des dänischen Königs. So war die Insel Föhr bis etwa 1864 als königliche Enklave direkt dem König unterstellt.
Mit dem Walfang im 17. Und 18. Jahrhundert erlebte Föhr ein goldenes Zeitalter. Viele Föhrer heuerten auf den holländischen und englischen Walfangschiffen an. Zum Ende des 18. Jahrhunderts lebten auf Föhr über 1.000 Seefahrer und über 100 Kapitäne. Den Wohlstand aus dieser Zeit kann der Inselfreund Heute noch in einigen kostbar ausgestatteten Kapitänshäusern, z.B. in Nieblum oder Süderende bestaunen.
„Sprechende Grabsteine“ auf Föhr
Auch auf den Friedhöfen der Insel Föhr kann der damalige Reichtum bestaunt werden. Auf „sprechenden Grabsteinen“ ist die Lebensgeschichte der Toten für die Nachwelt erhalten. Wertvolle Verzierungen, Gravuren in Stein und Bilder von stolzen Segelschiffen, Wale und Seerobben beschreiben das Leben und Sterben eines friesischen Walfängers und deren Familie. Solche Inselfriedhöfe gibt es an der ganzen Nordseeküste kein zweites Mal. Wir empfehlen jedem Inselbewohnen diesen Friedhöfe in Ruhe und Respekt vor den Toten einen Besuch abzustatten.
Landwirtschaft auf Föhr
Mit dem Rückgang des Walfangs Anfang des 19. Jahrhunderts gewannen die Landwirtschaft und der Fang und die Vermarktung der Seevögel (vor allem Flugenten als Delikatesse für die feine Gesellschaft) immer mehr von Bedeutung. So gab es z.B. auf der Jungfernfahrt auf der Titanic „Flugente von der Insel Föhr“ als besonderes Highlight zum Dinner nur in der ersten Klasse.
Tourismus auf Föhr - Top 1 Wirtschaftsfaktor der Insel Föhr
Mit dem Besuch des dänischen Königs, Christian der VIII., im Sommer 1842, gelang Föhr der Durchbruch im Tourismus, zuerst für die feine Gesellschaft, später, als die Insel ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad wurde auch für die allgemeine Bevölkerung.
Im Zuge des Dänisch-Deutschen Krieges viel die Insel Föhr an Preußen. 1920 stimmten nach dem ersten Weltkrieg drei Gemeinden auf Föhr (Witsum, Utersum und Hedehusum) im Rahmen einer Volksabstimmung mehrheitlich für einen Wechsel zu Dänemark. Die drei Gemeinden wurden aber mehrheitlich von den umliegenden Gemeinden überstimmt, so blieb die Insel Föhr bei Deutschland.
Föhr – friesische Sprache und Kultur („Fering“)
Auf Föhr sprechen die Inselbewohner eine eigene Sprache. Die eigene Sprache und traditionelle Kultur wurde und wird auch Heute noch auf der Insel Föhr groß geschrieben. So sprechen oder zumindest verstehen Heute noch über 10.000 Inselbewohner die nordfriesischen Sprache, ein Dialekt aus dem Friesischem, der auch „Fering“ genannt wird. Insbesondere im Siedlungsbereich um Nieblum wird von der Bevölkerung mehr „Fering“ gesprochen als Hochdeutsch. Hier gehört es zum guten Alltagston "Fering" zu sprechen" Seit einigen Jahren ist die Sprache „Fering“ sogar ein Wahlfach an den Schulen auf Föhr.
Friesengebräuche und Friesentracht auf Föhr
Unter den Friesengebräuchen sind die Friesentänze, das friesische Essen und die Friesentracht auch Heute noch am Leben. Die Friesentracht wird von vielen Frauen zu besonderen Anlässen getragen.
Föhr - Biikebrennen und Tamsen, Beispiel alter friesischer Tradition
Als bekannteste Friesengebräuche ist das „Biikebrennen“ (am 21.02. eines jeden Jahres) und das Tamsen zu nennen. Am 21. Februar feiern die Friesen auf der Insel Föhr Ihr Nationalfest: das Biiken. Jedes Jahr reisen ein paar tausend Urlaubsgäste auf die Insel, um zusammen mit den Friesen dieses Fest zu feiern.
„Biiken“ ist ein Wort aus dem friesischen und bedeutet so viel wie „Feuerzeichen“. Der Ursprung diese Leuchtfeuers hat eine sehr lange Tradition und geht zurück bis in die vorchristliche Zeit. Das Biiken soll der Überlieferung nach die Wintergeister auf der Insel Föhr vertreiben und den Frühling herbei holen. In früheren Jahren wurden zusammen mit dieser Tradition die Walfänger von Föhr verabschiedet, die sich auf dem Weg zum Walfang ins Eismeer aufmachten.
Der Brauchtum des „Biiken“ wird auf Föhr nicht an einem zentralen Ort gefeiert. Fast jedes größere Inseldorf auf Föhr hat sein eigenes Biike-Feuer. So gibt es am 21. Februar viele große offenen Feuer auf Föhr. Bereits mehrere Wochen vor dem Termin werden auf der Insel Föhr Stroh, Äste, alte Tannenbäume, Holz, Treibholz von Jedermann gesammelt für das eigene Biikefeuer im Inseldorf. Damit auch alles mit rechten Dingen zugeht und niemand auf die Idee kommt das herbeigeschaffte Brennmaterial für das Biikefeuer vorzeitig anzuzünden, wird der Biikeplatz von der Dorfjugend oder der freiwilligen Feuerwehr bewacht.
Am 21. Februar beginnt bei vielen Inseldörfern das Biikebrennen mit einem Fackelumzug der Inseldorfbewohner und deren Familien, Freunde und Bekannte. Zuvor gibt es in den umliegenden Gasthöfen und Restaurant das friesische Nationalgericht: Grünkohl mit Schweinebraten, Kassler, Pinkel- und Kochwurst. Rund um das Biikebrennen erfährt der Urlauber auf Föhr friesische Gemütlichkeit, Kultur und Geschichte zur Insel Föhr.
Mittlerweile ist das Biikebrennen auf Föhr voll ins touristische Marketing integriert, und zu einer touristischen Attraktion entwickelt, was aber seinen traditionellen Wert in keinster Weise schmälert. Neben der Tourismus Verwaltung der Insel Föhr bieten viele private Vermittler von Ferienwohnungen und Ferienhäuser eine spezielles „Biikefeuer“ – Urlaubspaket an, z.B. vier Übernachtungen in einem Ferienhaus, Ferienwohnung oder im Hotel / Pension. Darin enthalten einen Gutschein für ein Leihfahrrad, dem Besuch des AQUAWYK auf Föhr inkl. Wellenbadbenutzung sowie einen Puntsch beim Biikefeuer. Natürlich auch inkl. einer Personenüberfahrt mit der Fähre. Der Urlaubsgast braucht sich somit bei solch einem „Rundum-Sorglos-Paket“ um Nichts kümmern und kann das kulturellen Inselevent in vollen Zügen genießen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Föhr Tourismus GmbH, 25933 Wyk auf Föhr,Tel.: 04681 – 30 00 (www.foehr.de) oder auch unter Freienstein auf Föhr, Vermietung und Vermittlung privater hochwertiger Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf der Insel Föhr, Tel.: 04681 -123456 (www.freienstein-auf-foehr.de).
Föhr – "Tamsen" vor Weihnachten
Am 21. Dezember verstecken junge Föhrer im Scherz Gegenstände die sich drehen lassen. Dabei verkleiden sich die Föhrer phantasievoll. Die Jugendliche werden dabei mit Süßigkeiten und andern Dingen verwöhnt, die Erwachsenen erhalten i.d.R. alkoholische Getränke. Das Tamsen ist zurückzuführen auf den Apostel Thomas.
„Kenkenbumm“ oder „Jöolboom“ – ein besonderer Weihnachtsbaum auf Föhr
Der Kenkenbumm ist ein spezieller Weihnachtsbaum, den es nur auf den nordfriesischen Inseln gibt. „Kenken“ oder auch „Kinken“ ist friesisch und bedeutet so viel wie Christkind. Diesen traditionellen „Christkindbaum“ oder Weihnachtsbaum der Friesen gibt es in den Föhrer Familien in verschiedenen Formen. Traditionell besteht die Grundform aus einem Holzgestell (oft ein einfacher Besenstiel) mit einem festen Standfuß. Am Besenstiel werden mehrere Querhölzer befestigt, oft so, dass sich eine ovale Holzgestell Form ergibt. Als Schmuckstück des Hauses wird der Jöolboom i.d.R. ins Fenster gestellt.
An den Querhölzern werden sogenannte „Popen“ ( Puppen) zusammen mit den Strohsternen kleine Glöckchen oder auch Äpfel, Trockenpflaumen, Nüsse, kleine Ketten aus getrockneten Rosinen usw. eingehängt. Ferner finden sich die unterschiedlichsten Figuren aus Gebäck (meist Sauerteigfiguren). Die Beigabe dieses Weihnachtsgebäck in den Jöolboom ist als eine Form der christlichen Opfergabe während der Weihnachtszeit zu verstehen.
Die Reihenfolge der Figuren im Kenkenbumm ist von Bedeutung. An der Basis hängen im Jöolboom christliche Symbole, wie z.B. Adam und Eva, darüber dann Tierfiguren (z.B. Pferd, Kuh, Schaf, Schwein, Katze, Hund) sowie andere Figuren (z.B. Boot, Segelschiff, Haus, Auto, Kutsche, Fahrrad) und Figuren anderer Gegenstände, wie z.B. Strohsterne, Stiefel, kleine Glöckchen usw. Oben über alle Beigaben hängt in der Regel das Huhn (Symbol für Ernährung & Fruchtbarkeit) sowie der Hahn (Symbol für Aufmerksamkeit und Potenz). Im Außenbereich des Jöolbooms wird oft ein Kranz aus Efeu, Immergrün oder Buchsbaum gelegt.
Bis zur Jahrhundertwende war der Jöolboom ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit und in fast jeder friesischen Familie zu finden. Erst zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er vom klassischen Tannenbaum mit Christkind, Maria & Josef zunehmend verdrängt. Heute erfährt der Jöolboom bei den friesischen Familien wieder eine Renaissance. Wer etwas auf sich hält und einen bewussten Umgang mit traditionellen Werten & Normen pflegt, für den ist der Jöolboom oder Kenkenbumm ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit auf der Insel Föhr.
* Viele Figuren und Gegenstände im Jöolboom / Kenkenbumm sind nicht nur ein schöner Schmuck, sondern haben eine tiefere Bedeutung für seinen Besitzer. So stehen z.B. die Figuren Adam und Eva für die Erkenntnis, das Pferd für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, der Hund für Treue und Gehorsam, die Katze für Intelligenz und eine gesundes langes Leben, der Apfle ür Fruchtbarkeit, der Hahn für die Wachsamkeit. Der grüne Kranz am Jöolboom / Kenkenbumm symbolisiert das Abbild des Sonnenlaufes über das Jahr. Mittlerweile ist der Kenkenbumm ein beliebtes friesisches Weihnachtsgeschenk, das gerne von Touristen gekauft wird. Auch auf diese Weise verbreitet sich ein Stück friesische Kultur in der ganzen Welt.
Föhr - Verkehrsverbindungen
- Föhr mit dem Auto
Eine Verkehrsverbindung mit dem Auto nach Föhr, wie es dies durch den Kaiser-Wilhelm-Abschlußdeich zur Insel Sylt gibt, existiert nicht. Autofahrer können Ihr Auto entweder am Fährhafen kostenpflichtig parken, oder über die Fähre auf die Insel mitnehmen. Auf Föhr existiert ein gut ausgebautes Straßennetz. Mit dem Inselbus kann der Föhr-Urlauber die InselFöhr auch ohne Auto gut bereisen. Sämtliche Inseldörfer sind durch ein gutes Busliniensystem angeschlossen.
- Föhr mit dem Flugzeug
Für Geschäftsleute und Kurzentschlossene ist die Insel sehr gut über den Inselflugplatz Wyk auf Föhr mit einem Flugzeug oder dem Helikopter zu erreichen. Hier wird dem Inselgast eine regelmäßige Flugverbindung zu den Flughäfen nach Hamburg, Bremen, Hannover oder auch nach Dänemark angeboten.
Föhr & Silvester = „Hulken“ oder „Rummelrotje“ oder „Ütjetukenkuin“
Am Silvesterabend gehen verkleidete Föhrer von Haus zu Haus. Je nach Alter der Person werden die phantasievoll verkleideten Föhrer dafür von den Einheimischen mit Süßigkeiten oder mit alkoholischen Getränken belohnt.
Föhr & Hualewjonken
Das Hualewjonken ist ein Brauch, der aus einer Zeit stammt, als viele Föhrer Männer noch Seefahrer waren. Dabei trafen sich die ledigen Seefahrer zur Nachmittagszeit im Halbdunklen zu einem gemütlichen Beisammensein. Dieses Treffen diente insgeheim auch als Heiratsmarkt, denn aufgrund der hohen Zahl von tödlichen Unfällen in der Seefahrt, insbesondere dem Walfang, war die Zahl der Männer deutlich niedriger als die Zahl der Frauen.
Föhr & heutige Wirtschaft
Heute spielt auf der Insel Föhr, wie auf fast jeder anderen friesischen Nordseeinsel der TOURISMUS die entscheidende Rolle. Daneben gibt es auf der Insel noch die Landwirtschaft (insbesondere die Weidewirtschaft (überwiegend Kühe & Pferde), die Milcherzeugung sowie Ziegen- und Schafzucht). Im Wyker Hafen gibt es noch wenige Miesmuschelfischerboote und Krabbenfangboote.
Frischer Fisch direkt aus der Nordsee für den Urlauber und die Inselbevölkerung ist noch Gegenwärtig und muß nicht zu 100% importiert werden.
Föhr & Sehenswürdigkeiten
- Kirchen auf der Insel Föhr
- Archäologie auf der Insel Föhr
- Museen auf der Insel Föhr
- Windmühlen auf der Insel Föhr
- Vogelkoojen auf der Insel Föhr
- das Wattenmeer und um die Insel Föhr
Kirchen auf der Insel Föhr
Auf der Insel Föhr findet der kulturinteressierte Urlauber drei mittelalterliche Kirchen aus dem 12. Und 13. Jahrhundert.
a) die Kirche St. Nicolai, Wyk – Boldixum
b) die Kirche St. Johannis in Nieblum
c) die Kirche St. Laurentin in Süderende
Auf den dazugehörigen Friedhöfen findet der Besucher ungewöhnliche Grabsteine, die auf friesische undaltdeutsch ganze Lebensgeschichten von Seefahrern und wohlhabenden Kaufleuten erzählen. Viele dieser eindrucksvollen Grabsteine sind verziert mit in Stein gemeißelte Bilder von stolzen Segelschiffen, Booten, Windmühlen und Häusern.
Archäologie auf der Insel Föhr
In früherer Zeit war die heutige InselFöhr gar keine Nordseeinsel sondern fester Bestandteil der friesischen Nordseeküste. Als vorgelagerter Bestandteil der Küste wurde die Insel Föhr in seinen höher gelegenen Geestbereichen früh besiedelt. Zahlreiche Hügelgräber aus der Bronzezeit zeugen noch Heute davon: ca. ein Duzend solcher Hügelgräber kann der Föhr Urlauber besichtigen. Die meisten Hügelgräber liegen im Südwesten er Insel.
Bei Borgsum befindet sich die „Lembecksburg“. Bei der Lembeckburg handelt es sich um einen aufgeschütteten Ringwall aus der Zeit der Völkerwanderung. Der Wall der Lembecksburg hat eine Höhe von über 8 m und einen Innendurchmesser von über 100 m. In der damaligen Zeit war der Ringwall mit Holzpalisaden befestigt und diente als „Wehrburg“ gegenüber Angreifern. Im Mittelalter residierte der geschichtlichen Überlieferung nach auf Föhr der Ritter Klaus Lembeck als Stadthalter der des dänischen Königs. Nach ihm wurde dieser Ringwall benannt.
Museen auf der Insel Föhr
Die friesische Kunst- und Kulturgeschichte ist den Bewohnern der Insel Föhr wichtig. So findet der Urlauber mehrere, teilweise privat geführte Museen auf der Insel. Dazu zählen in Wyk auf Föhr das Friesenmuseum (=Dr. Carl Häberlein Museum), das Museum der Westküste in Alkersum sowie das Heimatmuseum in Oevenum, in dem die Geschichte der Landwirtschaft und das frühere Leben auf der Insel Föhr ausgestellt wird.
Windmühlen auf der Insel Föhr
Auf der Insel Föhr finden sich fünf Windmühlen. In Wyk auf Föhr gibt es davon zwei Windmühlen, die Galerieholländerwindmühle „Venti Amica“ (gebaut 1879) und die Bockwindmühle im Friesenmuseum. Letztere Stand früher auf der Hallig Langeneß. In Wrixum steht ein achtkantiger Erdholländer, der von 1850 – 1960 über 100 Jahre in Betrieb war. In Borgsum und in Oldsum steht ebenfalls eine achtkantige Galerieholländermühle. Bis auf die Bockwindmühle und die Mühle in Wrixum befinden sich alle Mühlen in Privatbesitz. In der Mühle in Wrixum findet der Föhr-Urlauber ein Inselmuseum und ein Mühlenrestaurant.
Vogelkoojen auf der Insel Föhr
Im Norden der Insel Föhr befinden sich sechs Vogelkojen, die je nach Jahreszeit tagsüber zu besichtigen sind. Die Vogelkojen liegen in der Marsch, im Norden der Insel Föhr.
Das Wattenmeer und um die Insel Föhr
Eine der Hauptattraktionen auf der Insel Föhr ist das Wattenmeer, das die Insel vollständig umschließt. In diesem einzigartigen Lebensraum findet der Inselurlauber eine faszinierende Pflanzen- und Tierwelt, die sich Hautnah (z.B. durch eine geführte Wattwanderung von der Insel Föhr zur Insel Amrum) erleben läßt. Auf Föhr existiert eine Naturschutzstation Wattenmeer mit einer exzellenten Ausstellung über das Wattenmeer. Hier kann der „kleine“ und Große“ Föhr Urlauber sehr viel über den Lebensraum Wattenmeer erfahren.
Insbesondere die nördlich gelegenen Wattenmeerbereiche der Insel Föhr vielen Seevögeln als Rast- und Futterplatz. Hier finden sich große Bestände von Austernfischern, Eiderenten, Wattläufern, Brandgänse sowie viele verschiedene Mövenarten.
Auf den der Insel vorgelagerten Sandbänken finden sich bei Ebbe Seehunde. Vom Fremdenverkehrsamt der Insel Föhr werden egelmäßig geführte Wattwanderungen, z.B. zur Nachbarinsel Amrum oder zu den Halligen oder sogar zum Festland, angeboten.
Wyk auf Föhr
In Wyk auf Föhr werden dem Föhr Urlauber das ganze Jahr über zahlreiche touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten angeboten. Hierzu zählt auch der Glockenturm (1886) im Stadtzentrum von Wyk, die Seepromenade, viele z.T. sehr gut erhaltene Kapitänshäuser, die liebevoll restauriert aus der Zeit des Walfangs erzählen, der Wyker Hafen, mit Yachthafen und wöchentlichem Fischmarkt, historische Wyker Gaststätten, darunter das Café „Klein Helgoland“ direkt am Yachthafen oder die alte Seefahrerkneipen, z.B. „Alte Liebe“ in Wyk auf Föhr. Unmittelbar angrenzend am Fährhafen beginnt der „Südstrand“ auf Föhr mit seinem feinen Sandstrand und einer sehr gut ausgebauten, über 2 km langen Seepromenade.
Größere Kartenansicht Ferien auf der friesischen Nordseeinsel Föhr - Friesische Karibik
Insel Föhr 